Birkenstock Pisa – die vergessenen Klassiker

Das Modell Birkenstock Pisa war schon immer eins der auffälligsten und hat sich trotzdem oder gerade deshalb eine kleine, aber doch bis heute bestehende Fanbasis erarbeitet. Sie waren immer ein Geheimtipp und wurden dann irgendwann aus dem Sortiment geworfen. Ich finde aber sie haben ein wenig Aufmerksamkeit verdient und werde sie euch deshalb hier vorstellen!

Das Wichtigste in Kürze:

  • Die Birkenstock Pisa werden seit vielen Jahren nicht mehr hergestellt. Neue Paare findet ihr deshalb höchstens noch als seltenen Restbestand, häufiger tauchen sie gebraucht auf.
  • Das auffälligste Merkmal sind die drei miteinander häufiger verflochtenen Riemen. Dadurch unterscheiden sich die Pisa deutlich von klassischen Modellen wie den Arizona oder Florida.
  • Ich besitze selbst ein weißes Paar in Größe 44 und kann euch die Passform, Verarbeitung und den besonderen Aufbau aus eigener Erfahrung zeigen.
  • Durch ihr ungewöhnliches Design haben die Pisa bis heute viele Fans und werden immer noch gesucht.
  • Beim Gebrauchtkauf solltet ihr besonders auf ein stark eingelaufenes Fußbett, abgenutzte Sohlen sowie den Zustand der Riemen und Schnallen achten.
  • Warum Birkenstock das Modell eingestellt hat, ist nicht öffentlich dokumentiert. Aussagen über die genauen Gründe wären daher reine Vermutung.
  • Aktuelle Modelle mit drei Riemen und unterschiedlichen Riemendesigns findet ihr in unserem großen Guide zu Korksandalen mit 3 Riemen.

Lesetipp! Hier stellen wir euch noch weitere Birkenstock Modelle im Detail vor, egal ob Klassiker oder Geheimtipp: Birkenstock Modelle im Fokus

Was ist über die Geschichte der Birkenstock Pisa bekannt?

Über die Geschichte der Birkenstock Pisa konnte ich leider wenig in Erfahrung bringen. Wie üblich bietet Birkenstock keine Infos und ist auch nicht kooperativ was die Bereitstellung solcher an geht. Ich werde aber weiter recherchieren und euch gegebenenfalls neue Infos hier mitteilen.

Birkenstock Pisa weiß

Das tragische Ende fanden Birkenstock Pisa in den 2010er Jahren als Birkenstock sein Sortiment radikal modernisierte. Die klassischen Pisa passten einfach nicht mehr zum Image der Marke und mussten deshalb weichen. Dabei sind bis heute Fans der Birkenstock Pisa auf der Suche nach Ersatz.

Was macht Birkenstock Pisa aus?

Die große Besonderheit bei den Birkenstock Pisa ist die ausgefallene Form. Auch wenn es heute keine Seltenheit mehr ist, waren damals die meisten Birkenstock Schuhe eher geradlinig und clean gehalten. Das war bei den Pisa ganz anders. Im Grunde handelt es sich um ein Modell mit 3 Riemen, was man auf den ersten Blick aber schnell übersieht.

Birkenstock Pisa Erfahrungen

Dann wollen wir den Look doch mal ein wenig entwirren. Der offensichtlichste Riemen geht über den Spann und ist mit der klassischen Schnalle mit Riemen Nummer 2 verbunden. Dieser ist jetzt die größte Besonderheit. Denn der verläuft vom Spann entlang der Länge des Fußes bis zur Zehenpartie und endet dann quer über diesen Bereich. Dabei ist der zweite Riemen mit dem dritten verflochten. Dieser verläuft quer über den Mittelfuß bis hin zu den äußeren Zehen.

Das sorgt nicht nur für einen coolen Look, sondern schützt auch noch die Zehen besser als das bei anderen Birkenstock Modellen der Fall ist. Das alles machte Birkenstock Pisa zu sehr beliebten Hausschuhen. Sie waren aber auch immer mal wieder auf der Straße zu sehen. Auch wenn es sich in den Basisfarben Schwarz, Blau und Weiß um ein Unisex Modell handelte, lag der Fokus klar auf Damen. Das zeigt sich daran, dass das Modell Pisa bei der Tochterfirma Papillio in vielen Kollektionen mit bunten Mustern und Farben zu haben war.

Neben dem klassischen Birkenstock Fußbett gab es viele Modelle mit Weichbettung, was ja bei Hausschuhen eh immer sehr beliebt ist. So weit ich es nachvollziehen konnte gab es Birkenstock Pisa immer nur aus Birko Flor und nie aus echtem Leder.

Gab es die Birkenstock Pisa auch für Herren?

Mein eigenes Paar Birkenstock Pisa ist weiß und wurde in Größe 44 gefertigt. Damit kann ich die Sandalen problemlos als Mann tragen, obwohl die Pisa heute überwiegend als Damenmodell wahrgenommen und gesucht werden.

Gerade die Größe macht mein Paar allerdings ungewöhnlich. Soweit ich es heute noch nachvollziehen kann, wurden die Birkenstock Pisa regulär nur bis Größe 42 oder 43 angeboten. Ganz sicher lässt sich das nach so vielen Jahren leider nicht mehr feststellen.

Es ist deshalb gut möglich, dass meine Pisa aus einer seltenen Serie stammen oder als Sonderanfertigung hergestellt wurden. Solche individuellen Anfertigungen gab es bei Birkenstock früher zumindest zeitweise. Belegen kann ich die Herkunft meines Paars allerdings nicht mehr.

Fest steht nur: Birkenstock Pisa in Größe 44 sind alles andere als gewöhnlich. Zusammen mit der weißen Farbe und der auffälligen Riemenkonstruktion macht das mein Paar zu einer echten Rarität.

Wie bequem sind die Birkenstock Pisa?

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich euch sagen, dass die Pisa sehr bequem sind, sich aber durchaus vom Tragegefühl von klassischen Modellen wie Arizona unterscheiden. Das liegt vor allem daran, dass euer Fuß rundum für ein Birkenstock Modell ziemlich eingepackt ist. Das gilt auf dem Fuß genauso wie im Zehenbereich. Die Riemenform sorgt natürlich für besonders viel Halt, ist aber weniger luftig.

Ich brauchte ein paar Tage um mich an das besondere Design zu gewöhnen, mag sie mittlerweile sehr. Trotzdem trage ich meine Pisa nicht so oft, da ich ziemlich sicher keinen Ersatz mehr dafür bekommen werde und sie als echte Rarität behandle, um möglichst lange etwas davon zu haben.

Birkenstock Pisa gebraucht kaufen: Darauf solltet ihr achten

Da die Birkenstock Pisa seit vielen Jahren nicht mehr hergestellt werden, bleibt euch bei der Suche meist nur der Gebrauchtmarkt. Gut erhaltene Paare sind allerdings selten und gerade bei bereits getragenen Korksandalen lohnt sich ein genauer Blick auf den Zustand.

  • Kontrolliert das Fußbett: Sehr dunkle Abdrücke der Zehen und Ferse zeigen, dass sich die Sandalen bereits stark an die Füße des Vorbesitzers angepasst haben. Je ausgeprägter diese Spuren sind, desto schwieriger kann es werden, selbst bequem darin zu laufen.
  • Schaut euch die Laufsohle an: Besonders an Ferse und Vorderfuß sollte noch ausreichend Profil vorhanden sein. Eine schief abgelaufene Sohle kann das Tragegefühl deutlich verändern.
  • Prüft den Korkrand: Kleine oberflächliche Spuren sind bei älteren Birkenstock normal. Tiefe Risse, ausgebrochene Stellen oder eine sich lösende Verbindung zur Sohle können dagegen auf aufwendigere Reparaturen hindeuten.
  • Achtet auf Riemen und Schnallen: Durch die besondere Konstruktion besitzen die Pisa mehrere Verbindungen. Die Riemen sollten weder eingerissen noch spröde sein.
  • Lasst euch Größe und Weite genau zeigen: Bei privaten Angeboten fehlen diese Angaben häufig oder sind auf den Fotos kaum zu erkennen. Fragt im Zweifel nach einem deutlichen Bild der Beschriftung im Fußbett.
  • Verlangt aktuelle Detailfotos: Alte Produktbilder oder weit entfernte Aufnahmen sagen wenig über den tatsächlichen Zustand aus. Wichtig sind Bilder vom Fußbett, der Sohle, dem Kork und allen Riemen.

Lasst euch außerdem nicht allein von der Seltenheit zu einem überhöhten Preis verleiten. Ein kaum getragenes Paar in einer gesuchten Größe kann durchaus wertvoll sein. Stark eingelaufene oder beschädigte Pisa bleiben aber auch dann gebrauchte Sandalen, wenn sie nur noch selten angeboten werden.

Wir sind weiterhin auf der Suche nach schönen Birkenstock Pisa in unseren Größen, die wir euch bei Erfolg hier vorstellen werden.

Alle weiteren Infos zum Thema Birkenstock und alle meine weiteren Modelle in der Übersicht findet ihr in unserem großen Birkenstock Guide.

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hasche

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