Hunter Short – die kurzen Klassiker
Die Hunter Original Short, meist einfach Hunter Short genannt, gehören zu den bekanntesten halbhohen Gummistiefeln der Marke. Ihr kürzerer Schaft macht sie im Alltag leichter als die hohen Hunter Boots, ohne dass ihr auf den typischen Hunter-Look verzichten müsst. Es gibt eine Damen- und eine Herrenvariante, die sich bei Aufbau und Tragegefühl nur geringfügig unterscheiden.
Ich habe die Hunter Short über mehrere Jahre und mit zwei Paaren getragen. Dabei waren sie nicht nur bei kurzen Strecken in der Stadt im Einsatz, sondern auch auf längeren Spaziergängen im Wald, im Watt, am Strand und bei Schnee. So konnte ich ziemlich genau testen, wie bequem sie wirklich sind, wie viel Halt die Sohle bietet und wo der niedrigere Schaft an seine Grenzen kommt.
Grundsätzlich sind die Hunter Original Short für mich vielseitige und bequeme Gummistiefel für Damen und Herren. Ganz ohne Schwächen sind sie trotz des hohen Preises aber nicht. In diesem Langzeittest zeige ich euch, wie die Hunter Short ausfallen, wie sie sich im Alltag schlagen und wann die hohe Variante die bessere Wahl ist.
Unsere gesamten Hunter Gummistiefel Tests findet ihr hier: Hunter Gummistiefel – unsere Tests
Das Wichtigste in Kürze:
- Die Hunter Original Short fallen nach meiner Erfahrung normal aus. Meine übliche Größe 44 passte mir gut und ließ noch genug Platz für etwas dickere Socken.
- Der halbhohe Schaft schlägt sich im Alltag sehr gut. Die Short lassen sich leicht anziehen, bieten viel Bewegungsfreiheit und wirken nicht so wuchtig wie manche hohen Stiefel.
- Komfort und Grip haben mich auch auf längeren Strecken überzeugt. Im Wald, auf feuchtem Laub, am Strand und im Watt saßen die Stiefel sicher und bequem.
- Bei tiefem Matsch oder höherem Wasser stößt der kurze Schaft an seine Grenzen. Für solche Anlässe bieten hohe Gummistiefel deutlich mehr Schutz.
- Die größte Schwäche meiner beiden Paare war die einfache Einlegesohle. Sie wirkte für diese Preisklasse wenig hochwertig und verrutschte bei mir teilweise beim Tragen.
Auf einen Blick
- 💰 Preis: 150 €
- 📏 Größe: 35-47 – normal ausfallend
- 🌧️ Wasserdicht: Ja, Vollständig
- 🥾 Material: Naturkautschuk
- 🕐 Im Test seit: Januar 2019
Hunter Short – allgemeine Infos
Die halbhohen Hunter Boots sind Unisex und damit gleichermaßen für Damen und Herren geeignet. Bei Hunter bekommt ihr trotzdem eine Damen- und eine Herrenvariante, die sich minimal optisch unterscheiden, was am etwas schmaleren Schnitt der Damenversion liegt. Alle meine Erfahrungen hier gelten trotzdem für alle Geschlechter. Die Schuhe sind in den klassischen Damen- und Herrengrößen ab Größe 35/36 bis Größe 47 verfügbar,
Neben den Klassikern, wie das hier zu sehende Schwarz, bekommt ihr jede Saison die gerade angesagten Farben. Preislich liegen sie, unabhängig von der Größe, bei 150€. Mit etwas Glück findet ihr sie auch etwas günstiger im Angebot. Regulär befinden wir uns aber, typisch Hunter, in der preislichen Oberklasse.
Lesetipp! Den großen Guide mit all unseren halbhohen Gummistiefeln findet ihr hier: Halbhohe Gummistiefel
Für wen sind Hunter Short gemacht?
Die Zielgruppe ist bei den Hunter Short sehr breit. So lange ihr keinen hohen Schaft braucht, sind sie vielleicht nicht immer die Topoption, aber sehr oft eine mögliche Option.
✅ Perfekt für euch, wenn…
- ihr den typischen Hunter-Look liebt, euch die hohen Boots aber zu wuchtig oder zu auffällig sind
- ihr eher kurze Beine habt – der halbhohe Schaft wirkt an euch ausgewogener als ein hoher Stiefel
- ihr kräftigere Waden habt und euch bei hohen Stiefeln oft das obere Schaftende stört
- ihr eure Gummistiefel vor allem in der Stadt, auf Spaziergängen und für die Gartenarbeit tragt
- ihr modische, alltagstaugliche Gummistiefel für Damen oder Herren sucht, die sich leicht ins Outfit integrieren lassen
❌ Lieber Finger weg, wenn…
- ihr regelmäßig durch tiefen Matsch oder höheres Wasser müsst – dann schützt euch die hohe Hunter-Variante deutlich besser
- ihr es möglichst günstig wollt – mit rund 150€ spielen die Hunter klar in der Oberklasse
- ihr damit mehr oder weniger ausschließlich an der Küste oder Outdoor unterwegs seid
Hunter Short – wo Kaufen?
Es ist aktuell nicht einfach Hunter Gummistiefel in Deutschland zu kaufen. Auf den großen Plattformen könnt ihr in der Regel aber relativ problemlos die schwarzen Klassiker in Damengrößen bekommen. Alles darüber hinaus ist aktuell ein reines Glücksspiel. Ich hoffe, das Ganze ändert sich bald wieder.
Natürlich bekommt ihr eure halbhohen Hunter Gummistiefel auch ganz einfach bei Amazon und Gummistiefelprofi!
Hier findet ihr außerdem Hunter Short im Onlineshop von Gummistiefelprofi:
Hunter Short – wie fallen sie aus?
Das hier vorgestellte Modell habe ich in meiner normalen Größe 44 bestellt und ist klassisch in Schwarz gehalten. Es gilt wie immer bei Hunter, wenn ihr zwischen zwei Größen steht lieber die Kleinere zu nehmen.
Hunter Original Short im Detail
Die Herstellung der Hunter Short findet in China statt. Das ist für den Preis und Status nicht optimal. Dazu kommt der Aspekt der Nachhaltigkeit. Hunter Gummistiefel werden einmal um die ganze Welt zu uns transportiert.
Wie bei Hunter üblich besteht das Material aus Naturkautschuk und wird von Hand gefertigt. Das natürliche Gummi ist für die allermeisten Anwendungsbereiche die bessere Wahl gegenüber Kunststoffen. Die Hunter Gummimischung ist auch bei den kurzen Gummistiefeln eher hart. Das sorgt für hohe Stabilität in den Gummistiefeln. Trotzdem ist es flexibel genug um damit angenehm gehen zu können.
Die Verarbeitung wirkt sauber und fehlerfrei. Meine bisherigen Langzeiterfahrungen mit Hunter Gummistiefeln sind aber durchwachsen. Ich habe ein Paar, dass nach 10 Jahren immer noch dicht war, aber auch schon mehrere Paare gehabt, die innerhalb von zwei Jahren kaputt gingen. Die Chance, dass ihr hochwertige und langlebige Stiefel bekommt ist weiterhin recht hoch, aber so unzerstörbar wie früher sind sie nicht mehr.
Der Schaft der Hunter Short ist halbhoch. Diese Höhe bietet meistens einen guten Kompromiss aus Schutz und Bewegungsfreiheit. Ich trage meistens meine hohen Hunter, weil der hohe Schaft mich kaum einschränkt. Gerade wenn ihr aber eher kurze Beine habt oder eure Gummistiefel auch für Gartenarbeit nutzen möchtet bietet sich die kürzere Höhe an. Sonst ist das Ganze natürlich auch Geschmacksache.
Die Schaftweite spielt hier unter Umständen auch eine Rolle, zwar sind Hunter Short nicht weiter als die hohe Variante, aber oft klemmts ja am oberen Schaftende. Dann sind die halbhohen Hunter Boots die perfekte Alternative für euch. Das dünne Innenfutter besteht aus Polyester.
Auch bei der Sohle wartet keine Überraschung auf euch, wenn ihr das hohe Modell bereits kennt. Ihr bekommt die klassische Hunter Sohle, die mit einem perfekt ausbalancierten Profil ausgestattet ist. Das macht Hunter Short zu tollen Allroundern mit denen ihr in der Stadt, und in der Natur gleichermaßen Spaß haben werdet.
Was mir nicht ganz klar ist, ist was die extrem dünne beiliegende Einlegesohle soll. Um eventuelle Zwischengrößen auszugleichen, wirkt sie viel zu dünn. Die richtige Sohle kann es eigentlich auch nicht sein, da eine fest im Gummistiefel drin ist, allerdings ohne Hunter Logo. Jedenfalls solltet ihr das Teil benutzen, dürfte es vermutlich relativ schnell ein Eigenleben entwickeln und sicherlich nicht dort bleiben, wo es soll. Ich werde es für euch aber gerne ausprobieren, vielleicht täuscht der Eindruck hier ja.
Das Design
Das Design der Hunter Short ist klassisch elegant. Genau das hat Hunter Boots zu absoluten Modestatements gemacht und ermöglicht euch, egal ob als Frau oder Mann sie im Alltag einfach modisch in eure Outfits zu integrieren.
Neben dem eleganten schlanken Schnitt macht auch die Zierschnalle optisch was her. Dazu kommt das ikonische Hunter Logo mit dem roten Rahmen auf weißem Grund. Ihr werdet viele Komplimente für diese Gummistiefel bekommen.
Hunter Original Short vs. Tall – welche Höhe passt besser?
Bei der Wahl der passenden Hunter Boots gehört die Frage Short oder Tall? zu den wichtigsten Entscheidungen. Beide Modelle besitzen den typischen Hunter-Look, unterscheiden sich durch ihre Schafthöhe aber deutlich bei Schutz, Bewegungsfreiheit und Aussehen am Bein. Ich zeige euch, wann welche Variante besser zu euch passt.
Die optischen Unterschiede auf dem Foto entstehen teilweise dadurch, dass die hohen Stiefel aus einer älteren Hunter-Kollektion stammen. Bei meinen Paaren misst der Schaft der Hunter Tall in Größe 44 etwa 40,4 cm, während die Hunter Short mit rund 27,5 cm deutlich unterhalb des Knies enden. Die genauen Maße können je nach Modellgeneration und Damen- oder Herrenvariante etwas abweichen, der grundsätzliche Höhenunterschied bleibt aber deutlich.
Der Schutz
Im Alltag bieten euch beide Modelle normalerweise ausreichend Schutz, besonders wenn ihr hauptsächlich in der Stadt, auf befestigten Wegen oder bei gewöhnlichem Regen unterwegs seid. Außerhalb der Stadt kann der niedrigere Schaft der Hunter Short jedoch an seine Grenzen kommen.
Ich habe das selbst bei einer Wattwanderung erlebt: Die Short hielten meine Füße zwar trocken und boten guten Halt, der Schlamm spritzte beim Gehen aber über das Schaftende und verschmutzte meine Hose. Mit den Hunter Tall wäre das wahrscheinlich nicht passiert. Für tiefen Matsch, höheres Wasser und möglichst umfassenden Wetterschutz sind die hohen Stiefel deshalb im Vorteil.
Die Bewegungsfreiheit
Wie stark euch ein hoher Schaft einschränkt, hängt von eurer Beinlänge und eurem persönlichen Tragegefühl ab. Bei langen Beinen endet der Schaft der Tall meist an einer angenehmeren Stelle als bei kurzen Unterschenkeln. Die Hunter Short lassen rund um Knie und Wade grundsätzlich mehr Freiheit.
Auch die Wadenweite kann bei eurer Entscheidung eine Rolle spielen. Die Tall reichen bis an eine kräftigere Stelle des Beins und können dort eher drücken. Die Short enden deutlich weiter unten und können deshalb für kräftigere Waden passender sein. Eine Garantie ist das allerdings nicht: Entscheidend sind immer die konkreten Schaftmaße und eure individuellen Beinproportionen.
Der Look
Die Hunter Tall wirken durch ihren langen, schlanken Schaft klassischer und eleganter. Sie bilden eine durchgehende Linie am Bein und machen den typischen hohen Hunter-Look besonders deutlich.
Die Hunter Short wirken dagegen etwas sportlicher, kompakter und je nach Outfit auch etwas klobiger. Welche Variante euch optisch besser gefällt, ist letztlich eine Frage des persönlichen Geschmacks.
Mein Kurzurteil: Für Stadt, Alltag und normale Spaziergänge sind die Hunter Short für mich eine sehr praktische Wahl. Die Hunter Tall dagegen sind eine echte Modeikone und bieten mehr Schutz, sind aber oft auch nicht ganz so praktisch im direkten Vergleich.
Hunter Short Gummistiefel – meine Erfahrungen
Abgesehen von den üblichen Hunter Problemen, dass man nie weiß, ob sie jetzt 1 Jahr oder 10 Jahre halten und der billigen Einlegesohle, machen mir meine Hunter Short richtig Spaß. Gerade Männer wird der kurze Schaft ansprechen, aber auch bei vielen Damen ist das kürzere Modell beliebt. Der Schutz reicht in den meisten Alltagssituationen aus. Damit bekommt ihr richtig bequeme Allrounder mit denen ihr in der Stadt, auf dem Land, an der Küste oder auch im Garten zurechtkommt. Längere Touren stecken die halbhohen Hunter Gummistiefel in der Regel gut weg.
Euer Oli
Der erste Ausflug in den Wald
Die erste richtige Wanderung führte mich bei Lübeck in einen Wald entlang der Trave. Die herbstlichen Wälder mit den nassen und bunten Blättern auf matschigem Waldboden sind der optimale Ort um die Hunter Short Gummistiefel ausführlich zu testen.
Und der erste Eindruck täuschte tatsächlich. Entgegen der Erwartung sitzt die Einlegesohle auch nach etwa 8 km durch den Wald streifen genau da wo sie sollte. Wenn ihr sonst nur hohe Gummistiefel gewohnt seid, ist der halbhohe Schaft die ersten Meter etwas gewöhnungsbedürftig. Allerdings geht das schnell vorbei, dann tragen sich die Hunter Gummistiefel gewohnt bequem. Wirklich leichter fühlten sich die Schuhe jetzt auch nicht an, alleine deshalb würde es sich also nicht lohnen den kurzen Schaft zu nehmen. Es macht auf jeden Fall auch so Spaß damit durch den herbstlichen Wald zu spazieren. Der Halt der kurzen Hunter Boots ist auf dem feuchten Laub immer gut gewesen.
Kleines Update zur Einlegesohle
Und schon muss ich den positiven Eindruck, den ich von der Einlegesohle gewonnen habe wieder revidieren. Nach einigen Wochen Alltagseinsatz zum Einkaufen oder auf Spaziergängen wandert die Sohle jetzt doch munter in den Gummistiefeln umher. Sonst machen die kurzen Stiefel aber weiterhin Spaß und kommen jetzt im Winter oft zum Einsatz.
Gerade für Herren, denen Gummistiefel mit hohem Schaft zu gewagt sind, finden hier tolle Gummistiefel, die in der Short Variante hier auch etwas besser für kräftige Waden geeignet sind. So weit mein Ersteindruck zu Hunters kurzen Gummistiefeln. Wie immer werde ich den Bericht hier, bei Gelegenheit, weiter ergänzen und euch meine Erfahrungen berichten.
Update – Wattwanderung in Büsum an der Nordsee
Ostern nutzten wir die Chance und das gute Wetter für einen Ausflug an die Nordsee. Konkret ging es nach Büsum, einem wirklich schönen Ort. Zwar fehlt der klassische Sandstrand fast völlig, dafür könnt ihr euch auf einem schön gepflegten Wiesenbereich am Deich ausbreiten. Wir waren allerdings mehr auf Bewegung aus und stürzten uns deshalb direkt ins Watt.
Im Gegensatz zum richtig festen Sand in St. Peter-Ording bei Ebbe hatte ich es in Büsum mit richtig schlammigen Boden zu tun. Zwar sorgte die Sohle der Hunter Short Gummistiefel für guten Halt auf dem rutschigen Boden, aber wie ihr auf dem Bild erkennen könnt war der Schaft fast zu kurz. Der Matsch spritzte teilweise schon über das Schaftende hinaus auf die Hose. Dafür ging es sich den ganzen Tag über gut in den halbhohen Gummistiefeln, egal ob im Watt, auf dem Deich oder in der Innenstadt. Selbst die Einlegesohle wanderte nicht großartig. Der ganze Matsch war nach einmal unter der Dusche abspülen auch direkt wieder weg.
Kleines Update – Hunter Short Gummistiefel Alltagsoutfit für Herren
Ich möchte euch als kleine Ergänzung zeigen, wie einfach man als Mann das Tragen von Gummistiefeln in den Alltag integrieren kann. Die halbhohen Hunter Short eignen sich für uns Männer hierbei besonders gut. Wer häufiger in Städten wie London oder Oslo unterwegs ist, wird diese Kombi häufiger zu Gesicht bekommen. Ich trage meine Hunter Short einfach mit einer dunklen engen Jeans und einer grauen Strickjacke. Je nach Wetterlage kommt dann noch eine passende Regenjacke dazu und schon ist der Alltagslook für Herren mit Gummistiefeln fertig. Das passt für die Freizeit und selbst für die Arbeit.
Update – Hunter Short im Schnee
Richtiger Schnee ist bei uns hier im Norden wirklich selten geworden. Umso mehr freute ich mich, als morgens alles weiß war! Die perfekte Gelegenheit für einen Schneespaziergang mit Gummistiefeln. Da wir vor allem in der Lübecker Innenstadt unterwegs waren, entschied ich mich für meine Hunter Short und die passenden warmen Hunter Socken. Sonst wären die halbhohen Hunter Stiefel zu kalt gewesen. Mit den dicken Socken blieb die Kälte aber zuverlässig draußen. So macht es Spaß den knirschenden Schnee unter den Gummistiefeln zu hören!
Auch der halt im Schnee war sehr gut, selbst wenn in der Innenstadt teilweise nur noch der übliche Schneematsch übrig war. Ein großer Vorteil der kurzen Naturkautschukstiefel ist, dass Schnee und Streusalz dem Material nichts anhaben können. Nach dem Spaziergang spült ihr die Hunter Boots einmal kurz unter der Dusche ab und sie sind wieder frisch.
Update – Hunter Short am Strand
Nachdem ich meine alten Hunter Short irgendwann aussortiert hatte, habe ich mir im Angebot neue gekauft und möchte den Test hier mit ein Paar neuen Eindrücken und gesammelten Erfahrungen fortführen. Mein erster Ausflug mit meinen neuen kurzen Hunter Gummistiefeln führte mich nach Travemünde ans Meer. Es war ein sehr wechselhafter Tag mit einiger Sonne, aber auch jede Menge Regen.
Bequem sind die Hunter Short wie eh und je ab dem ersten Schritt. Die Einlegesohle ist immer noch eine Frechheit für das Geld, aber blieb bei meinen bisherigen kurzen Touren und diesem etwas größeren Ausflug dort wo sie hingehört. Das relativ flache Hunter Profil macht es leicht auf dem recht festen Ostseesand zu gehen. Für den ruhigen Wellengang sind sie auch hoch genug um mal ein wenig ins Wasser zu gehen. Hunter Short machen also auch an der Küste Spaß.
Vor- und Nachteile auf einen Blick
Was mich überzeugt
- Sehr guter Grip: Die klassische Hunter-Sohle mit ausbalanciertem Profil gibt auf nassem Laub, am Strand und im Watt sicheren Halt
- Hoher Tragekomfort: Auch auf längeren Strecken und über mehrere Jahre haben sich die Stiefel bequem getragen
- Hochwertiges Material: Naturkautschuk, von Hand gefertigt und sauber verarbeitet
- Leicht anzuziehen: Der halbhohe Schaft bietet viel Bewegungsfreiheit und lässt sich unkompliziert an- und ausziehen
- Klassisch-eleganter Look: Mit Zierschnalle und dem ikonischen Hunter-Logo ein echtes Modestatement
Was mich stört
- Schwache Einlegesohle: Die beiliegende Sohle ist sehr dünn, verrutscht beim Tragen und wirkt für diese Preisklasse wenig hochwertig
- Haltbarkeit ist eine Lotterie: Manche Paare halten über zehn Jahre dicht, andere geben schon nach zwei Jahren auf – so unverwüstlich wie früher sind sie nicht mehr
- Kaum gefüttert: Das dünne Polyester-Innenfutter wärmt wenig – bei klirrender Kälte braucht ihr dickere Socken
Hunter Short im Vergleich zu Alternativen
Hunter Short machen sehr viel richtig, der Hersteller lässt sich das aber auch gut bezahlen. Ich zeige euch drei spannende Alternativen.
| Modell | Preis | Größen | Stärke | Schwäche |
|---|---|---|---|---|
| Hunter Original Short (dieser Test) | 150 € | 35-47 | sehr alltagstauglich | manchmal nicht hoch genug |
| Hunter Orignal Tall | 160 € | 35-47 | mehr Schutz, ikonisch | schwerer |
| Viking Hedda | 79 € | 36-42 | deutlich günstiger | nur für Damen |
| Aigle Malouine | 70 € | 35-41 | maritimer Look | nur für Damen |
Mein Fazit zu Hunter Short
Nach mehreren Jahren und zwei Paaren ist mein Urteil klar: Die Hunter Original Short sind vielseitige, bequeme Gummistiefel mit dem typischen Hunter-Look, nur eben in der manchmal praktischeren, halbhohen Variante. Komfort und Grip haben mich über die Jahre und in ganz unterschiedlichem Gelände überzeugt, vom herbstlichen Wald über das Watt bis in den Schnee.
Ganz ohne Schwächen sind sie aber nicht, und das muss man bei diesem Preis klar sagen: Die dünne, verrutschende Einlegesohle hat mich bei beiden Paaren genervt, und die Haltbarkeit ist heute eine Wette, mal halten Hunter zehn Jahre, mal sind sie nach zwei kaputt. Für rund 150€ zahlt ihr also ein gutes Stück für Name und Look mit.
Ehrlich gesagt greife ich persönlich im Alltag meist zu meinen hohen Hunter, weil mich der hohe Schaft kaum einschränkt und bei tiefem Matsch oder höherem Wasser einfach mehr schützt. Genau dann sind die Short aber die bessere Wahl, wenn euch der hohe Schaft eher stört als hilft. Wenn ihr den ikonischen Hunter-Look mögt, die hohe Variante aber zu wuchtig findet, macht ihr mit den Short nichts falsch, ihr müsst nur wissen, worauf ihr euch beim Preis einlasst.
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