Ein paar Worte zur Fotografie

Ein paar Worte zur Fotografie

Meine Kamera

Ich werde immer häufiger gefragt wie ich meine Fotos mache und sie anschließend bearbeite. Außerdem kommt häufiger die Frage auf, wie ich mir das alles beigebracht habe. Die Fotos die ihr hier im Blog seht, sind entweder, wenn älter mit einer Nikon D5100 gemacht worden, die mich viele Jahre begleitet hat und eine tolle Einsteigerkamera war. Das 18-105mm Kit-Objektiv habe ich irgendwann durch ein Sigma 50mm f1.4 ergänzt, weil ich mich an Porträts versuchen wollte. Irgendwann hatte ich aber das Gefühl durch die Kamera an Grenzen zu stoßen und habe diese dann durch eine Sony A7II mit Sony 24-70mm f2.8 GM ersetzt. Hin und wieder sind auch Fotos dabei die ich mit meinem iPhone 6S gemacht habe. Dazu muss ich sagen, dass ich natürlich noch lange nicht ausgelernt habe, im Gegenteil, Fotografie lernen ist ein wohl nie endender Prozess.

Meine Bücher zur Fotografie

Mein persönlicher Weg das Fotografieren zu lernen besteht aus einer Mischung von jede Menge Bücher lesen und das üben, üben und noch mehr üben. YouTube Videos die ja immer wieder empfohlen werden haben mir persönlich kaum geholfen, aber vielleicht habe ich auch bisher nur die falschen Kanäle gefunden.

Fotografie Bücher

Bleiben wir also bei den Büchern. Wie ihr auf dem Bild sehen könnt haben sich da einige angesammelt und auf dem Markt findet ihr eine noch viel größere Auswahl zu allen möglichen Themen. Anfangs war ich von den Büchern des ehemaligen Galileo Verlags und heutigen Rheinwerk Verlag sehr begeistert. Die große Fotoschule ist auch heute noch ein guter Tipp für jemanden der ganz am Anfang steht und noch nicht so ganz weiß wo die Reise hin gehen soll. Es werden alle möglichen Grundlagen verständlich erklärt und gewährt Einblicke in alle Bereiche der Fotografie.

Die Fotoschule für Porträtfotografie würde ich heute nicht mehr empfehlen, das Buch ist einfach zu flach. Dafür lohnen sich die drei Bücher von Roberto Valenzuela, wovon ich selbst zwei besitze, deutlich mehr. Hier wird die Porträtfotografie und noch einiges mehr sehr anschaulich und mit einem tollen System erklärt. Gerade in diesem Bereich ist man als Anfänger schnell völlig überfordert, weil man auf das Model, die Kamera und die Umwelt achten muss. Mit einer strukturierten Vorgehensweise ist es immer noch nicht einfach, aber so kann ich mich Stück für Stück rantasten und immer mehr aus den Büchern umsetzen.

Das ist auch wirklich das Wichtigste, schnappt euch eure Kamera und legt los! Die Natur ist immer da und für Porträts braucht ihr kein ausgewiesenes Model, sondern einfach den Partner oder Freunde. Ihr habt nichts zu verlieren! Anfangs habe ich mich noch durch Automatiken in der Kamera unterstützen lassen. Jetzt habe ich eigentlich nur noch die Belichtungsautomatik und den Autofokus an. Aber auch da experimentiere ich immer häufiger komplett manuell. Lasst euch da aber ruhig Zeit und deaktiviert den Kram nach und nach, nicht alles auf einmal. Das verwirrt sonst nur.

Fotos entwickeln

Ich fotografiere nur im RAW Format, weil ich dann beim entwickeln deutlich mehr Möglichkeiten habe. Eine RAW Datei hat deutlich mehr Bildinformationen gespeichert als ein JPEG und dazu kommt, dass ihr mit RAW verlustfrei arbeiten könnt. Programme wie Lightroom „bearbeiten“ das RAW selbst nicht, sondern speichern eure Anpassungen in einer kleinen extra Datei. Ihr könnt also jederzeit die letzte Änderung ohne Nachteile rückgängig machen oder direkt mehrere unterschiedliche Varianten eines Bildes erstellen.

Lightroom von Adobe empfehle ich euch auch als Tool, für die Software gibt es einfach auch die meisten Hilfestellungen. Ihr findet aber auch brauchbare Alternativen. Sämtliche Tools bieten in der Regel eine kostenlose Demoversion, so könnt ihr einfach mal durchprobieren was euch liegt. Diese Programme haben selbst wieder eine gewisse Komplexität, auch hier half mir ein Buch von Rheinwerk.

Die Grundlagen schien ich dann nach dem Buch zu beherrschen, aber viele der Regler benutzte ich trotzdem nicht, weil deren Zweck weiter im dunkeln blieb. Die Erleuchtung kam dann mit diesem Buch:

Die Bildlooks der Profis

Dabei konnte ich mit diesem Werk anfangs nicht so richtig etwas anfangen. Inhalt sind 148 sogenannte Presets für Lightroom und Photoshop. Im Prinzip ist das nichts anderes als Filter oder eben Vorlagen für bestimmte Bildlooks. Das Problem ist, dass die Fotos die die Looks visualisieren sollen absolut speziell sind. Ich konnte mir nicht vorstellen wie das Ergebnis mit meinen Fotos aussehen sollte, geschweige denn wie ich raus finden sollte welcher dieser 148 Looks zu meinem Foto passt. Dann habe ich mir im Urlaub bei schlechtem Wetter  einfach mal viel Zeit genommen und die ganzen Vorlagen nachgebaut. Die für Photoshop habe ich allerdings ausgelassen. Und siehe da. Einmal alles nachgebaut und plötzlich ergaben all die vorher links liegen gelassenen Regler einen Sinn!

Jetzt wird der ein oder andere von euch sagen, fertige Filter sind doch doof. Meine Arbeitsweise sieht so aus, dass ich meine Bilder ohne diese Vorlagen entwickle so wie ich es mag. Wenn ich fertig bin nehme ich mir ein paar Fotos raus und jage da nochmal alle Filter drüber. Meist lade ich dann doch das Original hoch, aber es waren doch immer mal wieder umwerfende Ergebnisse dabei.

Hier habe ich euch ein Beispiel rausgesucht. Das erste Bild ist das unbearbeitete RAW Bild direkt aus Lightroom exportiert. Das Foto entstand im Schlosspark von Schwerin. Ich wollte unbedingt ein Bild dieser Art machen. Es war ein sonniger Herbsttag und das Licht auf der Brücke war der Wahnsinn, schön warm und weich. Goldenes Herbstlicht wie man es sich immer vorstellt. Wie das dann halt immer so ist, genau in den 10 Sekunden die es dauert bis die Kamera mit Slebstauslöser auslöst schiebt sich eine Wolke vor die Sonne und das Bild ist nur noch langweilig.

Schwerin Schlosspark Stiefel unbearbeitet RAW

Das ist dann so ein typischer Fall wo etwas rum gespielt wird und alle Bildlooks ausprobiert werden. Das Ergebnis seht ihr unten. Das Foto bekommt eine gewisse Dramatik und wirkt letztendlich doch noch lebendig.

Schwerin Schlosspark Stiefel Lightroom bearbeitet

Natürlich lässt sich so nicht alles retten und es ist immer besser gleich richtig zu fotografieren. Der Lerneffekt beim Nachbauen und das ein oder andere besonders bearbeitete Foto war den Preis auf jeden Fall wert.

So weit meine kleinen und hoffentlich für euch nützlichen Tipps zum Thema Fotografie. Lasst doch mal einen Kommentar da, ob ihr aus dem Post etwas für euch mitnehmen konntet oder teilt eure eigenen Erfahrungen.

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