Wir antworten auf einige eurer Fragen zum Thema Blog!

Immer häufiger werden wir gefragt wie wir mit dem Bloggen angefangen haben und wie wir unsere Reichweite erzielt haben. Das möchten wir zum Anlass nehmen euch an unserem Vorgehen teilhaben zu lassen und gerade Anfängern ein paar Erfahrungen mit auf den Weg zu geben. Wir sind selbst noch mitten im Lernprozess, deshalb seht das hier nicht als vollständigen Guide, sondern als lose Sammlung einiger unserer Arbeitsweisen.

Wie haben wir angefangen?

Oft lesen wir die Frage wie man denn seine Nische zum Bloggen finden kann. Das ist sicher keine grundsätzlich falsche Fragestellung, allerdings solltet ihr über ein Thema schreiben was euch Spaß macht oder ihr halt viel dazu schreiben könnt. Meist ergibt sich das dann aus euren Hobbies, eurem Beruf oder Lebensbedingungen. Sich zu fragen womit man schnell erfolgreich wird und Geld verdienen kann führt meist zu nichts.

Trotzdem ist es wichtig sich umzuschauen. Der tausendste Mamiblog hat es deutlich schwerer sich durchzusetzen als ein Blog wie unserer der ein Paar absolute Nischen bedient. Gleichzeitig schränkt die Nische natürlich auch die potentielle Leserschaft ein. Die richtige Balance haben wir selbst auch erst gefunden nachdem wir angefangen hatten und passen diese immer noch immer wieder neu an. Wir wollten ja ursprünglich vor allem über das Wandern und Ausflugsziele in der Region schreiben. Das tun wir immer noch, aber der Hauptfokus liegt auf Gummistiefeln und Schuhen in Untergrößen. Die Themen passen bei uns trotzdem zusammen, es bringt nichts völlig unterschiedliche Themen miteinander zu verknüpfen.

Einen Blog aufzubauen erfordert auch sehr viel Geduld. Euch wird anfangs niemand die Bude einrennen, egal was für tolle Beiträge ihr schreibt und wie schön alles gestaltet ist. Es ist nicht mal ein Marathon, sondern ein richtiger Triathlon! Denn gute Texte schrieben alleine reicht nicht. Ihr müsst eure Seite bekannt machen und vieles mehr. Irgendwann kommt dann der Punkt an dem die Zahlen nach oben gehen. Oftmals kommen auch Phasen in denen sie mehr oder weniger nach unten gehen. Dann heißt es nicht in Panik verfallen, das kann viele Gründe haben. Meist sind es saisonale Einflüsse, bei uns interessieren sich im Sommer beispielsweise wenige Leute für Gummistiefel, dafür geht der Birkenstock Guide völlig durch die Decke.

Die richtige Plattform

Es ist so einfach wie nie eine eigene Webseite mit Blog aufzusetzen und dazu auch spottbillig. Wir raten euch von den einfachen Baukastensystemen ab, da euch diese zu sehr einschränken werden. Eine komplett programmierte Seite dürfte für viele zu komplex sein und jemanden zu beauftragen zu teuer werden.

Deshalb entscheiden sich die meisten, wie auch wir, für ein so genanntes CMS (Content Management System) in Form von WordPress. WordPress gibt es in zwei Varianten. Einmal die WordPress.com Seite, dort könnt ihr sogar kostenlos loslegen. Zum anderen gibt es WordPress.org, wobei ihr hier einen Hoster benötigt. Mit WordPress habt ihr in den meisten Fällen die perfekte Balance zwischen Möglichkeiten und Komplexität.

Wir haben damals mit der .com Variante angefangen um zu schauen ob das mit dem Bloggen überhaupt etwas für uns ist. Relativ schnell mussten wir dann aber feststellen, dass wir an Grenzen gestoßen sind was die Gestaltung angeht und den Funktionsumfang. Deshalb kam dann der Umzug des Blogs auf die neue Domain die wir bei Strato gehostet haben. Je nach aktuellem Angebot kostet euch die Seite dann 12€ im Jahr, was nun wirklich nicht die Welt ist und euch den Stress eine ganze Seite umzuziehen erspart. Strato als Hoster ist sicherlich nicht optimal was die Performance und Stabilität angeht, aber bessere Hoster kosten euch dann schnell 10€ im Monat. Das ist immer noch nicht viel, muss aber für den Anfang nicht sein.

So habt ihr dann die Möglichkeit die volle Stärke der WordPressplattform zu nutzen mit all seinen Plugins und Themes. Zum Thema Plugins sei direkt gesagt ihr solltet nur so viele wie wirklich nötig installieren. Denn diese machen eure Seite langsamer und auch anfällig gegen Angriffe. Deshalb ist es auch elementar wichtig immer darauf zu achten, dass ihr alle Updates einspielt. Ein gutes Plugin bekommt diese auch regelmäßig!

Wie kommen wir an Fotos?

Wir machen alle unsere Fotos selbst. Das ist sicherlich kein Muss, bietet sich aber an, da die Fotografie unser Hobby ist und wir so die volle Kontrolle haben. Dazu braucht ihr auch keine Profiausrüstung. Bei gutem Licht reicht eine günstige Spiegelreflexkamera völlig aus, selbst moderne (Highend)Smartphones liefern blogtaugliche Fotos. Die Technik alleine macht aber keine guten Fotos, sie erleichtert es euch nur. Deshalb solltet ihr euch ein Paar Grundlagen anlesen und viel Üben. Ein Paar Tipps wie wir angefangen haben findet ihr hier: Ein paar Worte zur Fotografie

Ihr könnt auch auf Fotos aus dem Internet zurückgreifen. Hier ist allerdings absolute Vorsicht geboten. Ihr dürft Fotos nicht einfach aus Google oder sonst wo nehmen und auf euren Blog einfügen. Das kostet euch ganz schnell hunderte Euro! Es gibt einige Plattformen auf denen Fotografen ihre Fotos kostenlos anbieten, das ist eine tolle Alternative. Aber auch hier ist Vorsicht geboten, selbst wenn ihr denkt ein Foto legal zu nutzen gibt es keine Garantie, dass der Uploader auch der Rechteinhaber ist.

Diese Fotoportale gibt es auch kostenpflichtig, dort bekommt ihr oft besonders hochwertige Fotos und seid relativ sicher was die Rechte angeht (aber auch nicht 100%).

hasches abenteuer blog logo gummistiefel

Unser Logo haben wir uns sogar extra anfertigen, bzw. zeichnen lassen. Hierzu habe wir eine ganze Weile nach jemandem gesucht dessen Stil passte und sind dann bei einer tollen Zeichnerin fündig geworden. Daraufhin haben wir ein Foto als Vorlage gemacht und sie hat die Idee auf Papier umgesetzt und dann einen hochauflösenden Scan davon gemacht. Das war nicht ganz günstig, aber jeden Euro wert. Damit wird euer Blog individuell und ihr unterstützt Künstler.

Wie machen wir das mit dem SEO?

Das soll hier jetzt auch kein typischer SEO Guide werden, davon findet ihr bei Google Artikel von Leuten die darin Profis sind.

Irgendwann kommt jeder Blogger an den Punkt an dem er die Suchmaschinenoptimierung für sich entdeckt. Es klingt auch wahnsinnig verlockend durch die Optimierung der Seite bei Google ganz weit nach oben zu klettern. Jedoch besteht hier schnell die Gefahr sich in etwas zu verrennen. Ihr schreibt Texte für eure Leser und nicht für Google! Und selbst Google möchte nicht etliche Male mit einem bestimmten Keyword beworfen werden. Die Suchmaschine wird immer schlauer und lässt sich nicht wirklich austricksen.

Ein Plugin wie YoastSEO hilft euch vor allem am Anfang ein paar grundlegende Dinge zu beachten die völlig ausreichen. Möchtet ihr mehr zum Thema erfahren lohnt es sich das Buch Suchmaschinenoptimierung von Sebastian Erlhofer zu kaufen. Der dicke Wälzer ist optimale Lektüre um einen umfassen Blick auf das Thema zu bekommen.

Erlhofer Suchmaschinenoptimierung SEO

Ansonsten solltet ihr regelmäßig neuen Content liefern, das mag Google nämlich sehr. Trotzdem ist es wichtig, dass ihr euch dabei nicht wiederholt und in jeden Artikel genug Informationen packt. Auch wichtig ist eine gute interne Verlinkung, damit der Leser nicht direkt wieder abhaut, sondern sich bei euch umschaut.

Der Einsatz der Google Search Console hilft euch kostenlos eure Rankings im Auge zu behalten. Es gibt sicherlich deutlich bessere und umfangreichere Tools, aber die kosten meist viel Geld.

Wie finden wir neue Themen?

Das Finden neuer Ideen für Artikel ist etwas was vielen Angst macht. Was ist wenn mir nichts mehr einfällt? Klar kann das mal passieren und das ist auch nicht schlimm. Es ist ja auch gar nicht unbedingt nötig jeden Tag einen Artikel raus zu hauen. Wir haben uns mittlerweile auf einen wöchentlichen Rhythmus eingependelt. Das setzt uns nicht unter Druck und bietet den Lesern trotzdem einen Anreiz immer mal wieder rein zus schauen. Letztendlich ist das aber völlig individuell wie oft ihr posten könnt oder wollt.

Wie schon beim Thema SEO hilft die Search Console auch beim Finden von Artikelideen. Das Tool zeigt euch nämlich an über welche Keywords eure Leser zu euch kommen. Oftmals sind das dann Keywords die ihr bisher gar nicht oder nur am Range behandelt habt. Dann lohnt es sich das Thema genauer anzugehen.

Es gibt auch Seiten wie ubersuggest die euch, auch wieder kostenlos, entweder nach Eingabe eurer Seite Tipps zu weiteren Keywords gibt oder euch direkt Keywords eingeben lässt und dazu weitere Empfehlungen ausspuckt.

Ansonsten verstecken sich Ideen fast überall. Schaut was andere Blogger schreiben, lest passende Magazine, fragt Freunde was sie noch interessant fänden usw.

Wie schreiben wir unsere Artikel?

Ihr könnt auf zwei wirklich gängige Ansätze zurückgreifen. Dabei gibt es nicht den Besseren. Es kommt allein auf euch an und wie ihr lieber arbeitet.

Zum einen baut ihr euch zunächst ein Gerüst für den Artikel in dem bereits die einzelnen Unterpunkte festgelegt sind. Der Vorteil liegt darin, dass ihr euch beim Ausfüllen des Gerüsts relativ einfach an der Struktur lang hangeln könnt. Ihr verrennt euch nicht und könnt euch auf das Wesentliche konzentrieren was euer Thema aus macht. So seht ihr auch schnell ob ihr alle Aspekte in den Artikel eingebracht habt. Die Methode hilft auch wenn ihr einfach nicht wisst wie ihr anfangen sollt. Das Gliedern bringt euch in den Schreibflow.

Der Nachteil liegt darin, dass ihr um ein Gerüst zu erstellen schon einen recht klaren Blick für den Umfang des Themas braucht. Manchmal geht dabei aber auch Kreativität verloren, weil ihr zu sehr mit der Gliederung beschäftigt seid.

Sonst könnt ihr einfach mal drauf los schreiben. Das hat den Vorteil, dass ihr auch ohne euer Thema im Voraus komplett zu zerdenken einfach alles raus lassen könnt was euch einfällt und wichtig ist. Die Inhalte könnt ihr dann immer noch sinnvoll gliedern. Bei uns ist es oft so, dass uns zu einem neuen Thema direkt ein Paar Worte einfallen, die schreiben wir dann einfach Mal auf. Sonst ist die Gefahr groß diese tollen Einfälle wieder zu vergessen.

Hier müsst ihr allerdings aufpassen den Überblick nicht zu verlieren und müsst euren Text im Nachhinein eventuell deutlich anpassen. Da passiert es auch schon Mal ein für den Text wichtiges Detail komplett zu vergessen oder unschöne Doppelungen zu haben.

In der Praxis nutzen wir meist eine Mischung aus beiden Techniken. Am Anfang steht, wie bereits erwähnt, oft das Aufschreiben von den ersten Zeilen. Daraufhin bauen wir dann ein Gerüst um zu sehen was sonst wichtig ist. Dazwischen dann immer mal wieder neue Textabschnitte aufschreiben wenn es gerade läuft.